Die Klimafonds-Initiative ist eine nüchterne Investition in die Zukunft. Heute kostet uns das klimaschädliche Öl jedes Jahr rund 10 Milliarden Franken. Dieses Geld fliesst ins Ausland. Heimische erneuerbare Energie spart uns diese Kosten langfristig zu einem grossen Teil ein. Dafür braucht es aber wesentlich mehr, als wir heute tun. Zu viele Gebäude sind noch nicht saniert, zu viele Ölheizungen müssen noch ersetzt werden, und die Elektromobilität steht erst ganz am Anfang.

Wer eine Hypothek besitzt, weiss: Grosse Investitionen finanziert man nicht aus dem laufenden Budget, sondern über die Zeit. Genau so funktioniert auch ein Klimafonds. Denn es ist fair, die Rückzahlung auf mehrere Generationen zu verteilen. Auch unsere Nachkommen werden diese Infrastrukturen nutzen, so wie wir heute noch von Staudämmen aus dem letzten Jahrhundert profitieren.

Weil die Wende hin zu den erneuerbaren Energien aus vielen einzelnen Installationen besteht, müssen wir einander helfen. Eine Solaranlage auf dem Dach können Einzelne noch stemmen. Teuer wird es oft beim Netzanschluss oder bei gemeinsamer Infrastruktur. Diese Kosten kann man nicht alleine tragen, das schaffen wir nur gemeinsam. Als Belohnung dafür bleibt die Wertschöpfung im Land, und wir werden unabhängiger.

Ganz abgesehen von den wirtschaftlichen und Sicherheitsgründen ist der Fonds auch eine ökologische Notwendigkeit, wenn wir unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft ermöglichen wollen. Deshalb: Ja zum Klimafonds.